
Daves selbst gebaute Detektorradios
Hallo, Detektorradiofreunde, es ist schön, dass Ihr vorbeischaut. Ich liebe es nämlich, meine Geschichte zu erzählen. Allen, die älter als 50 sind, wird sie vermutlich bekannt vorkommen. Das kommt wohl daher, dass wir uns danach sehnen, unsere Kindheit noch einmal zu erleben. Mir ist genau das für wenig Geld gelungen.
Ein Detektorempfänger ist ein Radio, das keine Batterie benötigt und auch keinen Strom aus dem Netz. Dieses Radio hat keine sichtbare Energiequelle. Am Ende dieses Artikels werde ich Euch erzählen, woher dieses Radio seine Energie bekommt.
Die ersten Radios für Rundfunkempfang waren Detektorempfänger. Damals benötigten sie einen Bleiglanzkristall – ein kleines Stückchen eines Minerals, das als Halbleiter diente und die hörbare Information aus den Radiowellen zurückgewann). Inzwischen hat die Halbleiterdiode in den meisten Schaltungen den Bleiglanzkristall ersetzt, denn mit ihr hat man ein Teil weniger, an dem man herumfummeln muss.
Da der Detektorempfänger ohne eigene Energiequelle auskommt, braucht man zum Hören Kopfhörer. Die haben nicht viel zu tun mit den Ghetto-Blastern Eures Sohnes, die Töne sind ziemlich schwach, aber dennoch leicht zu hören.
Wie fing das alles an? Im März 2002 kamen verschiedene Kunden in das Geschäft, in dem ich damals arbeitete, und äußerten den Wunsch einen Detektorempfänger zu bauen. Einer brauchte einen für ein Schulprojekt. Ein anderer unterrichtete eine Klasse von Erwachsenen in Elektronik und dachte, ein Detektorempfänger könnte ein gutes Lehrmittel sein. Ein Kunde aus dem Universitätsbereich bestellte Einzelteile für den Bau von über 50 Detektorempfängern. Das reichte, um mich beginnen zu lassen.
Ich entschloss mich, eine Reihe von Detektorradios zu bauen. Ich wollte mit einem einfachen Modell beginnen und mich dann die Leiter der Verbesserungen hinaufzuarbeiten. Ich hatte als Junge schon ein paar Detektorradios gebaut. Ich nahm dafür Teile, die im Haus herumlagen. Spulen, Kondensatoren oder Dioden waren leicht zu finden für jemanden, der in einer Amateurfunkfamilie aufgewachsen war. Jetzt, Jahrzehnte später, entschloss ich mich, die Zusammenhänge genau zu erforschen und die besten Komponenten zu verwenden, die ich finden könnte.
Auf dieser Webseite will ich Dutzende von Detektorradios zeigen, die ich seither gebaut habe. Beachtet bitte, dass die Radios, die ich gebaut habe und die auf dieser Seite vorgestellt werden, ohne Grundlage einer soliden wissenschaftlichen Basis entstanden sind. Sie wurden gebaut auf der Grundlage meiner Ideen, aus dem Bauch heraus und mit dem, was ich in der Bastelkiste oder bei EBay finden konnte.
Bitte schaut Euch auch meine Radio-Hauptseite an. Da findet Ihr meine Röhrenradio-Kreationen und ein paar Zubehörgeräte, die ich gebaut habe. Keine andere Webseite auf der Welt hat mehr Detektorradios zu bieten, die von einer einzigen Person gebaut worden sind. Manche Besucher haben die Präsentation jedes einzelnen Projekts durchgelesen, aber ich vermute, dass die meisten von Euch nicht so verrückt sind.
Seit 2010 habe ich Teile meiner Webseite überarbeitet, einschließlich dieser Seite. Ich werde es wohl nicht schaffen, alle zu überarbeiten. Denn ich habe inzwischen über 5000 Einzelseiten! Wenn Ihr ein größeres Foto von 70 Detektorradios aus meiner Produktion haben möchtet, dann ladet es
hier herunter. Ich habe auch noch eine
Version mit 64 Geräten mit einem Seitenverhältnis von 4:3. Die Files sind groß.
So, hast Du herausbekommen, woher diese Radios ihre Energie bekommen? Keine Batterie, kein Netzanschluss – die Radiostationen selbst sind es, die die Energie für einen Detektorempfänger liefern.
Viel Spaß beim Surfen! Dave – N2DS
Text übersetzt von Fritz Lehmkühler, DB4IW
Geräteliste mit Beschreibungen
# 1
Hier hat alles angefangen, Leute.
# 2
Spinnennetzspule, zwei Drehkos und Drehschalter für Anzapfungen.
# 3
Australisches Mystery-Modell mit schönen Messingklemmen.
# 4
Noch ein Modell in quadratischer Box, zwei Spulen.
# 5
Zwei-Drehko-Radio mit selbst gemachtem Drehschalter.
# 6
Feine, große Box, zwei Drehkos, schöne Messingklemmen.
# 7
Großes Gehäuse mit Deckel, wie in den alten Zeiten.
# 8
Hübsches, achteckiges Gehäuse, Spinnennetzspule.
# 9
Mein erstes Kurzwellenmodell, schön und einfach.
#10
Gerät aus einem Haufen alter Radioteile.
#11
Remler-Drehkos, Variometer und versteckte Teile. Schön!
#12
Mein Detektor im alten deutschen Stil. “Hier ist Berlin!”
#13
Einfaches Radio, das jeder Pfadfinder bauen kann.
#14
Mit Variometer, alles in einer schönen Box.
#15
Noch eine große Box mit einem Paar großartiger Skalenknöpfe.
#16
Miller-Detektor-Klon mit offenen Spulen.
#17
Mein erster Kontest-Detektorempfänger.
#18
“ Catwhisker”-Detektorradio.
#19
Mein erstes Rahmenantennen-Detektorradio.
#20
Hochleistungsradio mit Remler-Drehkos.
#21
Zwei-Spulen-Gerät mit Bandumschaltung, auf Deutsch beschriftet.
#22
Einfaches Radio mit einer Spule.
#23
Gerät mit beweglichen Spulen, einfach oder doppelt abstimmbar.
#24
Ein Drei-Knopf-Radio mit einem oder zwei Kreisen.
#25
Zurück zum einfachen, erprobten Design: Zwei Drehkos, HF-Litze.
#26
Hübsches Gerät mit Röhrendiode. Gutes Radio für den Atombunker.
#27
Ein "Fidel-o-dyne" in der Zigarrenkiste.
#28
Noch ein DX-Gerät. Luft- und Ferritspule. Hobbydyne-Schaltung. Deutsche Version
#29
Zigarrenkistenradio mit selbst gebasteltem Abstimmkondensator.
#30
Wunderschönes Gerät und Rahmenantenne mit HF-Litze.
#31
007-Spionage-Detektor, versteckt in hölzernem Buch, Röhrendiode.
#32
Radio im Karteikasten mit ungewöhnlicher Spinnennetzspule.
#33
Ein Litzen-Variometer-Detektor im Vintage-Look.
#34
Art Design im Dreieck.
#35
Mein erstes “Über-DX”-Gerät, Teilnehmer beim Kontest von 2004.
#36
CD-Spinnennetzspule. Einfaches, aber ordentlich arbeitendes Gerät.
#37
Telefunken-Schaltung aus den 1920ern. Leicht und billig.
#38
Das große Art-Design-Dreieck.
#39
Inspiriert von den frühen Atwater-Kent-Frühstücksbrett-Radios.
#40
Inspiriert durch Mae West. "Why don't you tune me sometime?" :)
#41
Großer Litzen-Detektor mit zwei bildhübschen Feintriebskalen.
#42
Für den XSS-Newsletter gebautes Radio.
#43
Meine Lieblingsschaltung in einer Klarsichtbox.
#44
Zweiteiliges Radio für den kleinen Geldbeutel.
#45
Erster Ringkern-Detektor in einem wunderschönen Gehäuse!
#46
Tischgerät mit Spinnennetzspule und ungewöhnlichen Drehknöpfen.
#47
Mystery-Schaltung mit sehr großer Zylinderspule mit HF-Litze.
#48
Eines meiner besten Projekte, gutaussehendes großes Radio.
#49
Verbesserter Entwurf der Mystery-Schaltung.
#50
Mein 2005er Kontest-Radio. Deutsche Version hier.
#51
Ein nettes, einfaches, gut arbeitendes Radio.
#52
Dieser Miller-Klon sieht toll aus!
#53
Ein Gerät in Klarsichtbox mit alten Drehkondensatoren.
#54
Ein Radio im Marmeladenglas.
#55
Schönes Radio mit Halter für einen Detektorkristall.
#56
Litze ist es nicht, aber es sieht gut aus!
#57
Noch einmal ein Gerät mit einer Spule, nun auf einem Acrylkörper.
#58
Kurzwellendetektor mit altertümlichen Senderbauteilen.
#59
Preiswertes DX-Radio. Drei Teile! Eine oder zwei Spulen.
#60
Preiswertes DX-Radio. Drei Teile! Eine oder zwei Spulen.
#61
Was für eine Schönheit! Holzkistenradio mit Detektorhalter.
#62
Design und Funktion, alles auf einem Chassis.
#63
Modulgerät mir Röhre und Diode, mein 2006er Kontest-Gerät.
#64
Dies ist mein erstes Radio mit Kontraspule.
#65
Von meinen Freunden mit ein bisschen Hilfe aufgebaut.
#66
Auch bekannt als David‘s DX Driller. Mein 2007er Kontest-Radio.
#67
Einfaches Radio, eine Spule, ein Abstimmknopf.
#68
Zwei-Spulen-DX-Radio, Zwilling von #69.
#69
Noch ein DX-Detektorradio, Zwilling von #68.
#70
Mein Kontest-Gerät für 2008, ein großes DX-Radio!
#71
Noch ein großes DX-Radio!
#72
Dave's Easy Tuner.
#73
DX-Radio mit neuen Features!
#74
David's Dual Dial Delight.
#75
Mein WAYSALOT.
#76
Doppelt abgestimmtes Frontend mit Ein-Knopf-Abstimmvergnügen.
#77
Preiswertes DX-Gerät mit handelsüblichen Komponenten.
#78
Preiswertes DX-Geärt, mit Kontraspule verbessert.
Erklärung der Schwierigkeitsgrade
Meine Schwierigkeitsgrade erklären – ein bisschen augenzwinkernd, aber auch mit Ernst – wie kompliziert es war, das Radio zu bauen. Ich beziehe das darauf, wie schwierig der mechanische Aufbau war, ob spezielle Werkzeuge gebraucht wurden und wie oft ich beim Bauen geflucht habe. Ebenso in Betracht gezogen wurden der elektrische und schaltungstechnische Aufwand, die benötigten Messgeräte und die Summe der Abgleicharbeiten, bis alles perfekt war.
Die Bewertungen berücksichtigen nur den Vergleich der Geräte in diesem Abschnitt. Bitte schaut Euch die Projekte sorgfältig an, bevor Ihr Euch an einen Nachbau wagt. Versucht, etwas zu erreichen, aber nicht zu viel. Ich bin ein erfahrener Detektorbauer, aber das hat über ein Jahr und einige Dutzend Radios gebraucht, bis ich dort war. Hier sind meine Bewertungen:
Diese Radios kann man mit geschlossenen Augen bauen. Löten muss man aber bei all meinen Projekten können. Dies ist ein gutes Gerät für Kinder und andere Anfänger.
Wenn ein Radio ein bisschen schwieriger zu bauen war oder die Schaltung etwas aufwendiger ist, dann habe ich die Bewertung “medium” gegeben. Wenn Du ein guter Bastler bist, könnte dieser Typ für Dich gut geeignet sein.
Diese Radios verlangen gute mechanische und elektronische Fähigkeiten. Ein Signalgenerator ist hilfreich, wenn man mit diesem Level beginnt.
Wenn Du ein ausgefuchster Radiobastler bist und eine Menge Erfahrung und Geduld mitbringst, dann bist Du hier richtig! Gehe davon aus, dass Du Messgeräte brauchst, und plane Zeit für den sorgfältigen Abgleich ein. Meine Entwürfe bringen Dich nahe an das Ziel, einen guten Empfänger, heran. Und mache Dir nicht zu viele Sorgen, wenn Du ein Bauteil durch ein anderes ersetzen musst, es wird nur einen kleinen Unterschied ausmachen

Danke für Euren Besuch!